|
Kooperationen:
Damian Gore, Duanne White
Macquarie University, Sydney, Australien
Peter Doran
University of Illinois at Chicago, USA
Sergej Verkulich
Arctic and Antarctic Research Institute,
St. Petersburg, Russland
Dominic Hodgson
British Antarctic Survey, Cambridge,
Großbritannien
Andrew McMinn, John Gibbson
University of Tasmania, Hobart, Australien
Holger Cremer
University Utrecht, Holland
Bernd Wagner
Institute for Baltic Sea Research, Warnemünde
Hans-W. Hubberten, Bernhard Diekmann
Alfred Wegener Institute, Potsdam
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG)
Hintergrund
Der Antarktis kommt für die Gestaltung des Klimageschehens auf der Erde
eine Schlüsselstellung zu. Sie ist zu 97 % mit einem Eisschild bedeckt und lange Zeit im Jahr von einem
breiten Meereisgürtel umgeben. Veränderungen im Volumen der kontinentalen Eismassen wirken sich direkt
auf den globalen Meeresspiegel aus. Die geographische Ausdehnung des Eisschildes und der Meereisbedeckung
beeinflusst die ozeanographische und atmosphärische Zirkulation sowie durch die hohe Albedo den Wärmehaushalt
der Erde. Trotz intensiver internationaler Forschung in den vergangenen Jahrzehnten ist noch unzureichend
verstanden, wie der antarktische Eisschild auf zukünftige Klimaveränderungen reagieren wird.
Untersuchungen
Für ein besseres Verständnis der Eisschilddynamik werden seit
Anfang der 90er Jahre in internationaler Kooperation insbesondere mit russischen, australischen
und amerikanischen Wissenschaftlern umfassende quartärgeologische Untersuchungen in heute eisfreien
Küstengebieten (Oasen) der Ostantarktis durchgeführt (siehe Abbildung und Tabelle).
Als natürliche Archive der Klima- und Umweltbedingungen in der Vergangenheit werden insbesondere die Sedimente
am Grund heute existierender Seen und küstennaher Meeresbecken genutzt, die wegen ihres komplexen Aufbaus,
ihrer kontinuierlichen Bildung und ihrer häufig guten Erhaltung und Datierbarkeit dafür besonders gut
geeignet sind.
|